Ihre Geschichte
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Jeicoth ist ein junger Mann, der sein ganzes Leben in Roció, einem Viertel im Herzen von Bogotá, verbracht hat. El Roció liegt nur zehn Häuserblocks von der Residenz des Präsidenten der Republik entfernt, dennoch galt das Viertel bis vor 10 Jahren noch als unsicheres Gebiet für Reisende. Den jungen Leuten von El Rocío kam der Tourismus wie ein Raubüberfall vor. Sie fühlten sich von den Besucher:innen überfallen und sahen keine Möglichkeit, dass der Tourismus ihnen Vorteile bringen könnte. Doch in einem Viertel, in dem die Aussichten für junge Menschen in Kriminalität, Gefängnis oder Friedhof bestanden, änderte sich die Einstellung zum Tourismus, als sie erste Beweise sahen, wie der Kontakt zu Reisenden ein Instrument für das Gute sein kann.
Jeicoth und seine Freunde teilen eine Leidenschaft für Hip-Hop und Graffiti. Durch beides haben sie ein Mittel, um ihre Lebensweise auszudrücken und die Leere zu beschreiben, die sie in ihrer Umgebung empfinden. Hip-Hop und Graffiti motivieren sie dazu, ihre tägliche Realität in etwas Sinnvolles und Hoffnungsvolles zu verwandeln.
Zusammen mit anderen Gleichaltrigen beschloss Jeicoth, eine Tour zu entwickeln, bei der sie die Hauptdarsteller:innen der Geschichte waren. Die Besuchergruppen waren an einem direkteren Kontakt mit der Gemeinde interessiert, und eine eigene Tour ermöglichte es den Jugendlichen, ihr Viertel und ihre Kunst zu präsentieren. Außerdem erhielten sie dadurch eine echte Einkommensalternative, die ihre Unabhängigkeit und ihren Entscheidungsspielraum in Bezug auf ihr Leben vergrößerte.
Mit ihrem Erfolg nicht zufrieden, wollten Jeicoth und die anderen Jugendlichen noch weiter gehen. Ihr Ziel war es, die Teilnehmenden ihrer Führung zum Nachdenken über die soziale Stigmatisierung anzuregen, die mit dem Aufwachsen in einem von Kriminalität geprägten Viertel einhergeht. Sie verwandelten eine einfache Führung über Geschichte und Kulturerbe in einen kulturellen Austausch, bei dem ihre Resilienz im Mittelpunkt stand. Durch ihre Bemühungen erreichten diese jungen Menschen, was sie einst für unmöglich hielten: eine echte wirtschaftliche Alternative, die es ihnen ermöglichte, sich persönlich, künstlerisch und beruflich zu entwickeln.
Seitdem ist das Projekt auf ihre Familien ausgeweitet worden. Mütter, Geschwister und andere junge Menschen aus der Nachbarschaft nutzten die neuen Möglichkeiten und verkaufen Lebensmittel und Kunsthandwerk.
Heute, mehr als drei Jahre nach Beginn des Projekts, gibt es aufgrund der Pandemie neue Herausforderungen. Die Rückschläge und die Ungewissheit haben junge Menschen wie Jeicoth motiviert, sich wieder neu zu erfinden. Im Jahr 2020 kauften sie mithilfe von 1.500 Dollar von VSocial Druckmaschinen und gründeten eine T-Shirt-Marke, um sich neue Chancen zu sichern.
Dank dieses Projekts konnten drei Familien und insgesamt 18 Personen ihre Miete und ihren Lebensunterhalt bezahlen. Sie verkauften 11 T-Shirts pro Tag und verdienten 20.000 kolumbianische Pesos, ein Einkommen von etwa 60 Dollar. Die Hälfte dieses Geldes wurde für neue Investitionen beiseite gelegt, z. B. für die Produktion von Musikvideos für ihre Songs und die Werbung für andere urbane Marken. Ein Instagram-Konto wurde als Plattform eingerichtet, um den Menschen in Kolumbien und auf der ganzen Welt lokale Talente vorzustellen. Er hat 94.000 Follower:innen.
Parchese a los Populares arbeitet weiterhin täglich daran, die Initiative zu verbessern, indem sie Kunst als Mittel einsetzt, um einen Ort der Kriminalität und des Konflikts in ein friedliches Umfeld zu verwandeln. Ihr Ziel ist es, ihre Reichweite zu vergrößern und 100 junge Menschen aus dem Viertel zu vernetzen, um ihnen allen eine Wahl zu geben, wenn es um ihre persönliche und berufliche Entwicklung geht.
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